Was macht dir Mut in dieser Zeit?

Die Natur balanciert zwischen Tag und Nacht, zwischen eisigem Wind und sanfter Stille.
Jetzt im Frühling öffnet sie sich, stellt sich entschlossen der sich aufbäumenden Kälte entgegen, um in der Wärme wieder den nächsten Schritt zu tun. 
Ich balanciere zwischen innerer Ruhe und der Unruhe im Außen. Besonders in diesem Frühling frage ich mich: "Wie konnte die Rose je ihr Herz öffnen? ...
Sie spürte die Ermutigung des Lichts ...", antwortet mir der persische Dichter Hafis.
Ich frage dich, was macht dir Mut in dieser Zeit?

Wenn du magst, geh mit dieser Frage durch den Tag, du wirst Antworten finden...

Erzählt Euch voneinander...!

In den heftigen Reaktionen auf das Verhalten anderer während dieser Zeit, werden wir herausgefordert.
Der Aufschrei nach einem Urteil, was richtiges und falsches Verhalten ist, bringt sicher unter anderem eine Sehnsucht nach einer einfachen, gewohnten Lösung zum Ausdruck. Dass die Wenigsten sich verurteilen lassen wollen, drängt uns dahin, nach anderen Wegen zu suchen.
Es ist zu vermuten, dass es um mehr als kurze Lösungswege gehen wird.

Stattdessen scheint es mir dringender denn je, dass wir uns Zeit nehmen, um uns voneinander zu erzählen. Grundlage für die Form des Erzählens bietet der Kreis, ein uralter Ansatz der Hermeneutiker zur Erkenntnisgewinnung. Marshall Rosenberg hat ihn in der Gewaltfreien Kommunikation aufgegriffen. Die innewohnende Kraft des Kreises nutzen wir, um verlässlich sprechen und zuhören zu können. Die vergehende Zeit auf der Kreisbahn lässt zu, dass Gedankliches und Gefühltes sich entwickeln und ihren Ausdruck finden können.

Danke dafür, Ulrike Schauer-Wystrik